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Michael Madison
05/02/2010 10:50pm

wir haben schon hunderte emails und Karten erhalten, von den vielen Freunden meiner Mutter, und von Menschen die sie in ihrem langen Leben berührt hat.
Jede Nachricht freut mich und zugleich ist der Schmerz über den Verlust oft überwältigend.

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06/02/2010 12:04pm

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Thomas Ogger
06/02/2010 12:15pm

Lieber Michael,
soeben ist mir die Nachricht weggerutscht. Ganz herzlichen Dank für diese Mitteilung, die mich erschüttert hat.
Deinen Namen kannte ich nur über Annemarie, die ich ja 1986 in Berlin bei ihrem Vortrag in der TU kennengelernt habe. Daraufhin ging ich nach San Francisco für fast 9 Monate und arbeitete bei in der S.F.AIDS Foundation mit, begleitete einige Menschen mit HIV und nahm an etlichen diesbezüglichen Seminaren und Workshops teil. Während der gesamten Zeit befand ich mich unter den Fittichen Annemaries und wir hatten einen engen Kontakt. Sie war einer der wegweisendsten Menschen in meinem Leben und lebte das, was ich schon damals in Bezug auf Leben und Sterben seit vielen Jahren in der Theorie wusste, auf wundervolle Weise in der Praxis. Sie hatte ein großes, liebevolles Herz.
Sie wird mir in Erinnerung bleiben und hat einen besonderen Platz in meinem Herzen.
Dir und deiner Familie, lieber Michael, wünsche ich viel Kraft für die kommende Zeit. Und noch einmal ganz lieben Dank dafür, dass du mir diese Nachricht hast zukommen lassen.
Mit herzlichen Grüßen und tiefer Anteilnahme
Thomas Ogger

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Barbara Schmitz - Berlin
06/02/2010 1:16pm

Lieber Michael,
Danke für Deine Nachricht. Annemaries letzte Email liegt noch unbeantwortet in meinem Emailaccount......ich kann sie doch nicht einfach löschen!
Obwohl wir uns selten sahen, war sie oft bei mir. Ich bin dankbar sie gekannt zu haben und von ihr lernen zu dürfen. Sie hatte sich für Februar auf der Rückreise von Indien in Berlin angemeldet. Wie sehr hatte ich mich auf dieses Wiedersehen gefreut. Jetzt bleibt mir nur die letzte unbeantwortete Email und ein warmes Gefühl. Annemarie, Danke, dass Du da warst.....
Barbara

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Klaus Hamper, Hamburg
07/02/2010 2:59am

Liebe Annemarie,

seit 1965 (da war ich 7) warst Du beständiger Teil meines Lebens. Den ersten Eindruck von Deinem Verantwortungsbewusstsein bekam ich bereits in den ersten Tagen, als wir von unseren Eltern eine schriftliche Kenntnisnahme beibringen mussten, dass wir Klassenkameraden und Freunde von Mike in Eurem Swimmingpool baden durften. Deine Liebe – die gegenseitig war – hat seit diesen Tagen nicht aufgehört. Der Kakadu auf meinem Arm im Kölner Zoo, der „Sinterklaas“ mit dem „Zwarte Piet“ in Holland, der japanische Sänger in Eurem Garten, mit dem wir singen durften, der Tee, den wir aus den Untertassen schlürfen durften, wenn er zu heiß war, all das und vieles mehr waren Höhepunkte meiner Kindheit. Als Du und Lou nach Amerika gingen, durfte ich mir aus der Vielzahl der Bilder, die Ihr nicht mitnehmen konntet, für meine Studentenbude die aussuchen, die mir gefielen. Sie hängen bis heute an meinen Wänden. Wir haben uns nur alle paar Jahre gesehen, aber einen innigen Brief- und Mailkontakt gehabt. Die letzte Mail, in der Du Deinen Besuch Ende Februar ankündigtest, schriebst Du mir am Dienstag vor Deinem Tod. Ich habe sie erst am Samstag beantwortet. Da warst Du schon bei Lou in der besseren Welt. Meine letzten Worte an Dich waren: I kiss you. I love you forever.

Danke für alles.

Dein Klaus

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Inge Geberzahn
07/02/2010 1:17pm

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Inge Geberzahn
07/02/2010 1:32pm

Lieber Mike, liebe Valerie, liebe Kinder

ich lernte Annemarie 1957 bei meinem Bewerbungsgespräch für meine Ausbildung kennen. 1958 habe ich dann diese Ausbildung zum Großhandelskaufmann auf der Freiligrathstraße in Düsseldorf begonnen.
Ich habe von Annemarie und Lou viel lernen dürfen und trotzdem vermittelten sie mir immer das Gefühl, mit zur Familie zu gehören.
Auch als ich 1962 meine Tätigkeit, wegen der Geburt meiner Tochter, aufgab, blieben wir doch weiterhin in Kontakt.
Durch unsere Briefe und Gespräche ist sie mir eine gute Freundin geworden, die immer ein offenes Ohr für mich hatte.
Bei meinem ersten Besuch in San Francisco durfte ich auch Lou noch einmal sehen. Wir haben die Zeit mit Gesprächen und Unternehmungen sehr genossen.
Mein letzter Besuch in San Francisco

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Inge Geberzahn
07/02/2010 1:40pm

war, obwohl Annemarie uns, meinen Lebensgefährten und mich,mit all ihrer Herzlichkeit aufgenommen hatte, dann schon ein wenig traurig, da Lou einige Monate zuvor verstorben war.
Ich bin aber dankbar dafür, daß ich sie noch einmal umarmen durfte und ihr sagen konnte,wie gut mir ihre Gespräche und Briefe tun.
Ein ganz klein wenig Trost erfüllt mich, daß Annemarie ganz friedlich einschlafen durfte und jetzt bei ihren Lieben sein darf.
Euch lieber Mike und Familie nochmals von ganzem Herzen viel Kraft in Eurer Trauer

mit stillem Gruß

Inge und Achim

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Ramona Pauli
09/02/2010 4:27am

Liebe Annemarie,
habe ich Dich erst vor 3 Jahren kennen gelernt. Ich wollte ein Interview und es wurde eine Freundschaft daraus. Die Freundlichkeit und Wärme, mit der Du mich in Deiner Wohnung begrüßtest,Dein scharfer Verstand und liebevolles Engagement, Dein Interesse für meine Arbeit und mich, das war ein unvergesslicher Abend. Danach haben wir uns immer wieder gemailt und auch noch einmal getroffen, letztes Jahr. Es war wieder wunderbar. Und das winzige rote Kästchen, das Du mir als Andenken geschenkt hast, steht bei mir auf der Kommode.

Portrait und Interview Annemarie Madison
http://hivandmore.de/archiv/2008-1/PortraitMadi.shtml

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Susanne Blaser
09/02/2010 11:13am

Lieber Michael,

Zur Einschulung, vor ueber 30 Jahren, schenkte mir Annemarie ein Buch. Wir lebten damals in der Nachbarschaft als du in Salem zur Schule gegangen bist. Dieses Buch mit einer lieben Widmung steht heute noch in meinem Regal. Als ich dann mit 25 Jahren für ein paar Monate in Berkeley lebte, habe ich deine Eltern besucht und neu kennengelernt. Annemarie hat mich und spaeter auch meinen Mann mit ihrer Herzlichkeit, ihrer Senibilitaet und Schaffenskraft sehr beeindruckt. Wir sind froh, dass wir sie kennen durften. In den naechsten Wochen wollte sie uns am Bodensee besuchen. Sie war schon so nahe.
Mit stillem Gruss und tiefer Anteilnahme

Susanne Blaser & Thomas Kempf

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Frieder Alberth
09/02/2010 1:22pm

Lieber Michael mit Familie,
nun ist Annemarie gegangen und sie wird uns fehlen. Ich lernte sie vor über 20 Jahren kennen, als ich mit einer Delegation aus Bayern nach NY und SF kam. Seither waren wir im Kontakt. Als ich vor 10 Jahren den Verein Connect plus gründete und wir seit dieser Zeit in Osteuropa AIDS-Projekte durchführen, war Annemarie ein lebendige und kompetente Begleiterin unserer Arbeit. Sie wollte wissen, wie es in Russland und Ukraine ist, sie war mir wie eine Mentorin. Wir hatten auch die Gelegenheit Annemarie bei uns in Augsburg in der Familie als Gast zu haben. Obwohl lange her können sich unsere vier Kinder noch sehr gut an sie erinnern. Und in jeder Email fragte sie nach allen. Der Emailaustausch mit ihr, die Begegnungen mit ihr bei den Münchner AIDS-Tagen wird mir fehlen. Sehr dankbar bin ich für den jahrelangen, warmherzigen und authentischen Kontakt mit ihr. Sie hat mit viel gegeben und sie wird bei mir und in meiner Familie unvergesslich bleiben. Euch als Familie meine Anteilnahme. Sie war eine außergewöhnliche, großartige Frau.
Frieder Alberth mit Heike, David, Sarah, Jonathan und Judith

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Michael Madison
09/02/2010 10:17pm

In München hoffe ich mir bisher unbekannte Freunde meiner Mutter zu treffen - meldet Euch bitte bei mir wenn Ihr dort sein werdet. Ich werde vom 4. März abends im Konferenz Hotel sein.

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Gerd Paul
12/02/2010 3:05am

Lieber Michael mit Familie,
ich habe Annemarie 1985 kennengelernt, über unseren gemeinsamen Freund Hans-Jacob Trost aus Düsseldorf. Im Namen des Vorstands der Deutschen AIDS-Hilfe bat ich sie, sich für eine Vortragsreihe durch die damalige Bundesrepublik zur Verfügung zu stellen, um über ihre Arbeit mit AIDS-Patienten und den Umgang mit AIDS in San Francisco zu berichten.
Diese Veranstaltungsreihe erzeugte immense öffentliche Resonanz. Annemarie hat mit ihrer verblüffend offenen und unbeirrbaren Art überzeugend die Möglichkeit der Vorurteilslosigkeit und Angstfreiheit im Umgang mit AIDS und den davon in erster Linie betroffenen Menschengruppen in die Öffentlichkeit transportiert. Es war diese Art der „Normalität“ für die die AIDS-Hilfen kämpften, die aber ohne charismatische Fürsprecher und Akteure aus dem bürgerlichen Milieu niemals so erfolgreich hätte gelingen können. Aus meiner Sicht war Annemarie eine herausragende Protagonistin aufgeklärter und humanitärer AIDS-Politik in der Bundesrepublik. Ich erinnere mich an Sie mit großer Dankbarkeit.
Gerd Paul

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Christa Brunswicker
13/02/2010 3:32am

Lieber Michael Madison
Liebe Trauerfamilie

Annemarie war eine so unwahrscheinliche Person, dass ich gegen jede Wahrscheinlichkeit an ihr unerschoepfliches Kraeftereservoir geglaubt habe. Ihr Tod kommt fuer mich unvorbereitet, mitten aus einem aktiven Leben. Altersbedingte Einschraenkungen hat sie in den vielen Jahren unserer Email-Korrespondenz allenfalls beilaeufig erwaehnt, nur um sie sofort wegzulaecheln. Ihre letzte Email vor zwei Wochen war wie stets voller Entschlossenheit und voller Reiseplaene.

Ich habe eine muetterliche Freundin und Mentorin verloren, von der ich viel gelernt habe ueber Menschenliebe und die unmittelbar zwingende Konsequenz, naemlich das oeffentliche Eintreten für Menschen, die Fuersprache brauchen, aber auch ueber stoischen Gleichmut und Unverzagtheit. Wenn mich ihr hartnaeckiges Insistieren gelegentlich an den Rand der Verzweiflung trieb: Jetzt weiss ich, dass ich sie schrecklich vermissen werde und sehr traurig bin.

Sie, liebe Trauerfamilie, haben unendlich viel mehr verloren. Ich bin Ihnen in diesen Tagen und Wochen in Gedanken verbunden.

Herzlich
Ihre
Christa Brunswicker

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Ernst Rischmüller
19/02/2010 4:17am

Annemarie lernte ich in der Deutschen Gruppe kennen. Das war Mitte der 90er Jahre. Wir trafen uns oft zu anregenden Gesprächen in der Wohnung an der Jackson Street. Alle waren wir von Annemaries Aufgeschlossenheit, Eleganz und Gastfreundschaft tief beeindruckt. Durch Annemarie habe ich wunderbare Menschen kennengelernt, mit denen ich in herzlicher Freundschaft verbunden bin.

Bei einem SF-Besuch vergangenen September hatte ich das Glück meine liebe Freundin Annemarie wiederzusehen. Leider zum letzten Mal.

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Thomas Ogger
30/01/2012 6:12am

Lieber Michael,
heute jährt sich zum zweiten Mal der Tod deiner lieben Mutter, unserer lieben Freundin, Gefährtin und Ratgeberin Annemarie. Ich denke viel an sie, vor allem dann, wenn ich in "meinem" Berliner Hospiz als ehrenamtlicher Sterbebegleiter allwöchentlich Dienst tue. Damals in San Francisco, gegen Ende der 1980er-Jahre, gab sie mir Mut, mich auch praktisch mit diesem so wichtigen Thema auseinanderzusetzen. Dafür bin ich ihr unendlich dankbar. Annemarie widmete sich diesem Thema voller Anteilnahme und Heiterkeit, die ansteckend war und die Welt bereicherte.
Deine Mutter, lieber Michael, wird mir immerwährend in Erinnerung bleiben.
Und so wünsche ich dir und deiner Familie alles Liebe und alles erdenklich Gute
und grüße euch alle ganz herzlich aus Berlin
Thomas Ogger

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